Was ist Yoga?

Yoga ist jener innere Zustand, in dem die seelisch-geistigen Vorgänge zur Ruhe kommen.  

Patanjali

Yoga hat seinen Ursprung in Indien und ist eine über 4000 Jahre alte Wissenschaft und Philosophie, welche die persönliche Entwicklung fördert und sich mit den grundlegenden Fragen des Lebens, des Menschen und des Universums auseinandersetzt.

 

Das Wort Yoga bedeutet "Einheit" und leitet sich vom Sanskritwort Yuj ab, was soviel wie "verbinden", "zusammenfügen", "vereinigen" bedeutet. Auf der spirituellen Ebene drückt das Wort Yoga die Verbindung des individuellen mit dem universellen Bewusstsein aus. Aus der praktischen Sicht bedeutet Yoga das Harmonisieren und Ausbalancieren von Körper, Geist und Emotionen.

 

Yoga ist ein Gattungsname, und es leiten sich von ihm verschiedene Wege ab, welche in vier Hauptpfade unterschieden werden.

Bhakti-Yoga, der Pfad der bedingungslosen Liebe und Hingabe zum Göttlichen

In der Praxis von Bhakti Yoga richtet man seine Gefühle, Gedanken und Sinne vollständig auf das Göttliche aus. Es geht darum, das Herz zu öffnen und darin Liebe, Dankbarkeit und Hingabe zu wecken. Gott, Göttin, kosmische Energie. Was Gott auch immer für uns bedeutet. Wir haben hier ein Vertrauen, dass uns das Göttliche führen wird.

Jnana-Yoga, der Pfad der Erkenntnis


Der Yoga der Erkenntnis und des Wissens. Ist der philosophische Yoga Pfad. Er stellt die existentiellen Fragen des Lebens, wie: Woher komme ich? Wohin gehen ich? Was ist der Sinn des Lebens? Er ist ein Prozess, der sich in vier Stufen vollzieht: Hören, Nachdenken, Meditation und Verwirklichung.

Karma-Yoga, der Pfad der Tat oder des selbstlosen Handeln und Dienen

Durch selbstloses Handeln, ohne Bindung an Lob und Anerkennung, ohne Gedanken an Erfolg oder Misserfolg der Taten schwinden Egoismus, Hass, Eifersucht und Überheblichkeit. Es entwickeln sich Demut, reine Liebe, Sympathie, Toleranz und Barmherzigkeit.

Raja-Yoga, der königliche Yoga

Im Raja-Yoga geht es um die systematische Analyse unseres Körpers und Geistes. (Hier setzt auch der Hatha Yoga an) Hier lernen wir uns kennen, unsere Muster, Gedanken, Gefühle. Ziel ist, die Gedanken zur Ruhe kommen zu lassen. Hier entwickeln wir Vertrauen, dass wir unseren Emotionen nicht hilflos ausgeliefert sind und lernen, sie als Chance zu sehen, an ihnen spirituell zu wachsen.

Der Raja-Yoga wird nach der Lehre des Patanjali in 8 Stufen zusammengefasst.

1. Yama: das Verhalten anderen gegenüber

2. Niyama: das Verhalten sich selbst gegenüber

3. Asana: Körperhaltungen

4. Pranayama: Atemlenkung

5. Pratyahara: Rückzug der Sinnesorgane

6. Dharana: Konzentration

7. Dhyana: Meditation

8. Samadhi: Einssein


Valerie Locher 

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